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Prädestinationslehre

Immer wieder wird mit Reformierter Theologie und Kirche die Prädestinationslehre in Zusammenhang gebracht. Das ist grundsätzlich richtig. Die Prädestinationslehre besagt, daß kein Mensch zu Gott kommen kann, den Gott nicht erwählt hat. Und sie besagt auch, daß der, der zu Gott gehört, auch ewig zu ihm gehören wird. Für die verfolgten Hugenotten war das ein großer Trost, daß sie wußten: nichts und niemand kann uns von Gott trennen. Schwierig wird es, wenn man diese Erwählungslehre aus ihrem seelsorgerlichen Zusammenhang reißt und sie als Beschrewibung für den Zustand der Welt nimmt, so, als ob man die Welt einteilen könnte in Erwählte und Verworfene. Das kann man nicht, und auch Johannes Calvin hat immer darauf hingewiesen, daß der Ratschluß Gottes für die Augen der Menschen verborgen ist. Der Schweizer Theologe Karl Barth hat im 20. Jahrhundert darauf aufmerksam gemacht, daß man die Erwählung Gottes nur von Jesus Christus her verstehen könne. Er ist der eine erwäbhlte Mensch Gottes, aber auch der eine Verworfene, der für Gott und die Menschen ans Kreuz geht. In Christus hat Gott alle Menschen erwählt und sich allen zugewendet. In den Reformierten Kirchen wird die traditionelle Erwählungslehre oft und sachgerecht in dieser Weise ausgelegt.