08.06.2026
Zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Die Synode des Reformierten Kirchenkreises hat am 6. Juni 2026 getagt und die derzeitige politische Situation im Land diskutiert. Die Positionen des Landesbischofs Friedrich Kramer, des katholischen Bischofs Dr. Gerhard Feige und des Kirchenpräsidenten der Anhaltischen Landeskirche Karsten Wolkenhauer aufnehmend, bezieht sie folgendermaßen Position:

In diesen Tagen werden demokratische Prozesse und Institutionen angezweifelt, verächtlich gemacht und unterhöhlt. Populistische, rechtsextremistische und antisemitische Positionen werden zunehmend gesellschaftsfähig. Misstrauen, Hass und Ausgrenzungsversuche treiben unsere Gesellschaft auseinander. Viele Menschen sind verunsichert und haben Angst vor dem, was kommt. Das darf uns nicht dazu bringen, uns von populistischen Aussagen und scheinbar einfachen Lösungen verführen zu lassen. Christinnen und Christen glauben an die von Gott gegebene Gleichwertigkeit aller Menschen und die unveräußerliche Würde jedes Menschen. In der Nachfolge Jesu setzen wir uns darum besonders für benachteiligte, arme, fremde und geflüchtete Menschen ein.

Wir engagieren uns für eine offene und vielfältige Gesellschaft, in der jeder Mensch ohne Angst leben kann. Wir als Teil der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland sind uns mit den Geschwistern in der evangelischen Landeskirche Anhalts sowie den Geschwistern im Bistum Magdeburg einig: Die Positionen extremistischer Parteien wie der AfD können wir nicht akzeptieren. Sie sind mit christlichen Werten und mit der Verfassung unserer Kirche nicht vereinbar.