Kreiskirchenfahrt nach Bad Karlshafen
2.–5. Oktober 2025

Fünf Personen aus unserer Gemeinde machten sich Anfang Oktober gemeinsam mit vielen anderen aus dem Kirchenkreis auf den Weg nach Bad Karlshafen. Schon die Busfahrt über Burg, Magdeburg und Halberstadt hinweg war geprägt von Vorfreude und guter Stimmung.

Bad Karlshafen, einst als Zufluchtsort für Hugenotten gegründet, beeindruckte uns mit seinem barocken Hafenbecken und seiner besonderen Entstehungsgeschichte.

Am Freitag besuchten wir das Deutsche Hugenotten-Museum – untergebracht in einer ehemaligen Tabakfabrik. Auf drei Etagen entfaltet sich dort die Geschichte der Hugenotten in Frankreich und Deutschland. Besonders eindrucksvoll waren die neuen Objekte der Saison 2025, darunter ein seltenes französisches Exemplar von Calvins „Institutio“ aus dem Jahr 1565 und das „Toleranz-Gemälde“ von Nicolaus Daniel Chodowiecki. Für viele war dies ein Höhepunkt. So sagte Larysa Kuznetsova:
„Der Ausflug nach Bad Karlshafen war interessant und faszinierend. Die Führung durch das Hugenottenmuseum war sehr lehrreich. Ich habe die Stadt- und Schlossbesichtigungen sehr genossen.“

Am Freitagnachmittag erklommen einige die Hannoverschen Klippen. Von der Aussichtsplattform des Weser-Skywalks bot sich ein weiter Blick ins Tal und in den Naturpark Reinhardswald – ein Moment zum Durchatmen und Staunen.

Muhannad Esmandar sagte dazu:
„Für mich war es eine wunderschöne Reise, die mich vom Stress der Stadt entfernt hat. Die Stadt mit ihrer Geschichte und die bezaubernde Natur haben mich sehr beeindruckt.“

Der Abend klang im Kurbad entspannt aus.

Am Samstag besuchten wir Schloss Corvey in Höxter, wo Hoffmann von Fallersleben – Dichter vieler Kinderlieder und des Textes der späteren Nationalhymne – seine letzten Jahre als Bibliothekar verbrachte. Ein vielseitiger Einblick in Kultur- und Literaturgeschichte.

Am Abend kamen alle in einem der Hotels zum festlichen Essen zusammen. Gitarrenmusik von Mark Kliukin begleitete uns, und gemeinsames Singen rundete den Tag ab.

Abdul Alabdullah hielt fest:
„Die Reise war wirklich wunderschön, und ich habe jede Minute genossen. Die Natur, die ruhige Atmosphäre am Fluss und die angenehme Stimmung in der Gruppe haben die Fahrt besonders gemacht.“

Muhannad brachte es so auf den Punkt:
„Wir haben nette Leute kennengelernt, Geschichte entdeckt und viel miteinander gelacht. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht.“
— Muhannad Esmandar

Der geplante Freiluftgottesdienst fiel am Sonntag dem Regen zum Opfer. Spontan feierten wir eine kleine Andacht im warmen Bus – ein stiller, gemeinschaftlicher Abschluss, der vielen besonders gut tat.

Eine kurze, eindrucksreiche Reise, die uns Natur, Geschichte und Glauben miteinander erleben ließ. Wir danken allen, die sie möglich gemacht haben!

Pfarrerin Ulrike Bischoff


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