Geschichte


Geschichte der Petrigemeinde Burg

2016-06-30


  slider_burgSt.Petri Kirche Burg
  St.Petri Kirche Burg   – Zeittafel
1355 erste Nennung der St. Petrikirche im Ablaßbrief aus Pergament, ausgefertigt in Avignon
1898 Edikt von Nantes: Heinrich IV. von Navarra-Bourbon
  gewährt den Hugenotten Glaubensfreiheit.
1676 Superintentent Kilian Stisser von der Oberkirche
  erhält das Grundstück der Kirche als Brauhaus.
1685 Mitte Aufhebung des Edikts von Nantes durch Ludwig XIV.
Oktober    
29.10.1685 Edikt von Potsdam. Friedrich Wilhelm der
  Große Kurfürst gewährt den Hugenotten und
  anderen Refugierten in seinen Ländern Zuflucht.
1688 Waldenser kommen über Stendal nach Burg.
Seit 1689 Zuzug der Refugierten.  
7.12.1689 Erlaß betr. die Sonntagheiligung, 1699 und
  1703 wiederholt.  
24.8.1690 Reisepaß für die wieder heimziehenden Waldenser
  oder Piemonteser.  
Seit Mai 1991 kommen  deutsch- und französich reformierte
  Familien, sogenannte Schweizer .  
7.12.1691 am 2. Advent erster Gottesdienst in der Petrikirche.
  Daher Gründungstag der Gemeinde.
1692 Friedrich III. (X.) stiftet auf Veranlassung Dankelmanns
  500 Rthlr. Zur Kirchenreparatur und Anschaffung von 
  Abendmahls-und Taufgeräten unter anderem silberner vergüldeter
  vergüldeter Kelch  
1693 Zuzug der Hugenotten aus Wilhelmsdorf ( in Ansbach/ Bayreuth), 
  dem ersten Siedlungsversuch  
1693 Zuzug der „Pfälzer“  
6.7.1693 Dekret über die Zuteilung von Äckern, Gärten und Wiesen.
1694 Friedrich I . (III.) stiftet 400 Thaler zur Erkaufung einer 
  Glocke und zum Bau des Kirchturms.
1695 Glockenweihe  
1797 Zuzug der Schwaben.  
1697 Revision der Bauplätze in der Franzosen-, Bruch- und Grünstr
1697 entstehen die Gärten vor dem Schartauer Tor.
September 1697 Bürgermeisterin Ludmilla Bossin schenkt zum Gebrauch bei 
  der Heiligen Taufe Tafeltuch und Servietten.
1697 Danckelmann schenkt der Kirche eine kostbare Bibel mit Silberbeschlägen,
  die in der Notzeit nach 1807 abgenommen und zu Reparaturzwecken verkauft wurden
1698 Rat von der Lith schenkt 12 Psalterbücher, 1 weißes Tafelbuch und 2 Servietten.
1698 Verpachtung des Brehm für 30 Jahre an die Kolonisten.
25.11.1698 Anweisung über die Erteilung des Abendmahls
  durch französische bzw. deutsche Prediger
16.2.1699 Hauskollekte für die Refugees  
1703 Streit der beiden Gemeinden um die Benutzung der Kirche, seine Beilegung 2.10.1703 .
1703 Kauf seines Hauses als Schulhaus ( französische Lehrerwohnung
  und französische Schule) Franzosenstr. 60
1706 Anweisungen von Baustellen vor dem Schartauer Tor (Gärten- Gartenstraße).
1700 u.1707 Friedrich I. (III:) stiftet 20 Thlr, und 450 Thlr. Zur Ausbesserung der Kirche
  und zum Bau des Pfarrhauses an heutiger Stelle
1713 erscheint die Königlich Preußische Evangelisch reformierte Inspektions-
  Presbyterial-Classical-Gymnasial- und Schulordnung
1713 Einrichtung eines beständigen Presbyteriums.
28.3.1716 Obereinnehmer Jakob Loefen schenkt der Kirche einen silbernen Teller,
  44 Loth schwer zum Brot beim Abendmahl
24.10.1717 u. wird das Generaledikt verkündet, die Kinder zur Schule zu schicken
21.11.1717    
3.5.1721 schenkt Cath. Elis. Terbrügge, Witwe des Predigers Teuto-Wörmlitz
  eine silberne Kanne für 68 Thaler beim Abendmahl zu gebrauchen
1721-1740 Streit um die Verpachtung des Brehm und allgemein die Pacht
  der zum „Etablissement“ gehörigen Gärten und Äcker
1722 u.1724 Beispielstabellen für die Diakonie an Einheimischen und Passanten.
1725-1727 „Neubau“ des Pfarrhauses Bruchstr. 24 für die deutsch reformierte Gemeinde (das heute
  noch bestehende Pfarrhaus). Das französisch reformierte Pfarrhaus war Bruchstr. 23.
1726 Der östliche Eingang zur Kirche wird hergestellt.
1729 Ausbesserung der Turmfenster, eine Treppe zum Turm.
1731 Legat des Herrn v.Bornstedt-Detershagen über 37 Dukaten.
1735 Die erste Orgel wird gekauft.  
1735 Antrag zum Bau eines Kirchenchores und Reparatur der Kirchenmauer
23.7.1738 Circularverfügung Friedrich Wilhelm I. betreffs „Innehaltung aller Privilegien der Colonien“ 
  (1689, 1699, 1738, wiederholt von Friedrich II. und noch von Friedrich Wilhelm II.)
1739 Beilegung des Streites um die Jurisdiktion in Burg.
1753 Friedrich II.fordert die amtliche Führung von Kirchenbüchern.
1756 Die erste Sakristei wird gebaut, Streit der beiden Gemeinden um den Abendmahlskelch.
1758 Legat der Bürgermeisterin Schwartsin, geb.
  Sandrat über 300 Rthlr.  
1760-1763 werden wegen der Kriegswirren die Kirchengeräte nach Magdeburg gebracht.
um 1773 erfolgt die amtliche Durchführung einer feststehenden Verwaltungsform und Festsetzung
  der Kasualiengelder  
1781 Beginn des neunjährigen Streites um den Kirchenturm;
1783 erhält er die heutige  Form.  
1791/93 2 Fenster unter der Empore zum Orgelchor werden eingebaut, Weißen des Innern,
  Kanzel und Altar erhalten den heutigen Platz und werden auf Kosten der Gemeinde
  mit violettem Samt verkleidet  
1785 Jahrhundertfeier des Potsdamer Edikts in der französisch reformierten Gemeinde.
1790 Erbauung eines neuen massiven Schulhauses
  für die deutsch reformierte Gemeinde Grünstr.Nr.21 u.23.
7.12.1791 Das 100 jährige Stiftungsfest der beiden Gemeinden
  wird feierlich begangen.  
1791 2 Kirchenchöre (=emporen) werden gebaut.
1793 Die massive Kirchhofsmauer wird errichtet.
1795 Einführung des Zollikoferschen Gesangbuches.
1797 Die erste baufällige Sakistei wird abgerissen,
  eine neue erbaut, die noch heute (1966 )besteht.
1798 Wird der reformierten Filialkirche in Loburg
  die Stadtkirche St. Laurentius einigeräumt.
1799 Der neue Reisewagen nach Loburg wird für 
  den Pfarrer angeschafft.  
1.1.1801 Feier des Jahrhundertanfangs.  
1802 eine neue Orgel wird angeschaft, 1815 die
  letzten Schulden davon bezahlt.  
1809 weitere Belegung der Kirchhöfe in der Stadt
oder 1811 ? wird verboten und der neue städtischen Friedhof vor dem Schartauer Tor wird angelegt.
23  Mai  1812 Die Zusammenlegung der beiden reformierten Gemeinden
  laut Protokoll der Presbytersitzung ist  erfolgt.
1806-1815 Notzeit der Gemeinde.  
29.1.1813 Rescript der Kgl.Preuß. Regierung, noch am selben Tage
  des Erhalts die Kassen abzuschließen und den Bestand
  an die Regierung zu senden und die krichlichen Dokumente und Geräte sicher zu stellen.
1815 Wiederherstellung der Finanzen.  
31.10.1817 300-Jahr-Feier der Reformation.  
18.10.1817 Rescript betr. Die Preußische Union.
11.6.1820 wird der Vollzug der Union in Burg bekannt
u.3.9.1820 gegeben und die amtlichen Einführung des Namens
  Evangelisch reformierte Kirchengemeinde St.Petri.
1817-1822 erfolgt der Erweiterungsbau des Pedigerwitwenhauses
  (des heutigen Pfarrwitwenhauses).  
1822 Turmreparatur.  
1825 Der „Tritt“ vor dem Pfarrhaus wird gesetzt,
  die Pflasterung des Zugangs zur Kirche und
  die „Generalreinigung“ der Kirche erfolgt.
1828 und 1847 werden die Grundstücke gekauft, die den Friedhof der Evangelisch Reformierten
  Kirchengemeinde St. Petri bilden.  
15.12.1835 wird der Antrag von 1832 mit Kostenanschlag
  für gründliche Restaurierung des Pfarrhauses
  erneut eingebracht und am 3.5.1837 genehmigt.
Juli 1839 Das Pfarrhaus konnte wieder bezogen werden.
1.1.1872 Pfarrer Guischard veranlaßt die Gründung
  einer Bausparkasse.  
1872-1882 Umbau und Restaurierung des Kirchengebäudes
  innen und außen. Die Kirche erhält die heutige
  Gestalt und die heutige  Orgel.  
     
  P f  a r r e r  
     
Die französisch reformierten Pfarrer in Burg  
     
1691-1694 1.Henry Le Franc geht nach Magdeburg
1694-1696 2.Eli de Villars gest.in Burg
1696-1701 3.Daniel Dubourg  
1702-Nov. 1732 4.Jean Riboudeault gest.in Burg
1733-1742 5.Guillaume Pélet gest.in Burg
1743-21.1.1750 6.Pierre Panhuis gest.in Burg
    Vakanz
1751-1754 7.Jean La Paume gest.in Burg
1755 8.Jacques Bartin gest.in Burg
1756-1757 Vakanz Vertreter=Feldprediger Werkentin
1757-1762 9.Jacques André Porte geht altershalber in den Ruhestand und nach Rinteln
1762-1773 10.Jean Francois Riquet nach Bernau gewählt
1773-1775 11. Charles Auguste Garagnon nach Halle (Saale) gewählt
1775-1776 Vakanz Gemeinde von Magdeburg betreut
1777 12.David Louis Théremin Oktober  77 nach Gramzow berufen
1776-1782 13.Bernard Provencal August 82 nach Magdeburg berufen
1783-1784 14.Jacques Papin 6.12.84 nach Frankfurt (Oder) berufen
1785-1811 15.Isaac Frédéric Bonte  
Mai 1812   Zusammenlegung der Gemeinden
     
Die deutsch reformierten Pfarrer in Burg  
     
1691-1713 1.Daniel Mathäi gest.in Burg
1713-1721  2.Georg Ernst Stippíus gest.in Burg
1722-1750  3.Johannes Menninger gest.in Burg
1752-1754 4.Friedrich Leberecht Sack  
1755-1790 5.Carl Theoror Hein  
1790-1811 6.Christ.Friedr.Wilh.Eccardt geht nach Straußberg
     
Die Pfarrer der Evangelisch reformierten Kirchengemeinde St.Petri
     
     
1812-1817 1.Schmidt,Superintendent in Vertretung
  in Brandenburg  
Aug.1817 –
31.10.1853
2.Carl Heinrich Ludwig  
  Pischon  
1.11.1853 –
Okt.1869
3.Gustav Friedr.Wilh.  
  Adolf Pischon  
1.1.1870 –
Sept.1864
4.Guischard nach Magdeburg berufen
Okt.1885 –
Okt.1918
5.Thienhaus  
1.10.1919 –
1.9.1940
6.Wilhelm Heise, Super- geht in den Ruhestand
  intendent                      
11.7.1941 –
1.8.1947
7.Walter Groß,Superintent  gest. in Burg
  aus Calbe/S.  
  Pfarrer Fresenius Vakanz
März 1945 –
Juli 1959
8. Walter Langkutsch geht in den Ruhestand
     
seit Juli 1959 9. Jürgen Reuter bis 1984
ab 1984 10. Margarethe Werner bis Februar 1997
ab 1997 11.  Heinrich Petersen bis 2004
ab 2004 12. Sigried Neumann bis 31.12.2012
2013 Vakanz bis Juli 2014
ab 1.7.2014 Jürgen van Wieren  
     
  Richter  (soweit bekannt)  
     
  französische:  
seit 1689  1.Moise Cornuel gest. vor 1697
  2.Heppe gest.1725
1725 3.Chandon  
um 1731 4. Bonneval  
  deutsche:  
  1. Wolfgang Wilh.v.Loefen gest.  1708
  2.Joh. Georg Heppe gest.1725
  3. Joh.Friedr. Müller  
  Bürgermeister von Burg  
1736-1772 4. Samuel Otto v.Loefen  
  5. Vetter geht 1773 als Syndicus nach Braunschweig
1774-1789 6. Georg Ludolf Nithack  
  dirigierender und Justiz-  
  bürgermeister  
1789-1801 7. Joh.Carl Gottfried Nithack  
     
     
Mit der Einführung der Steinschen Stätdteordnung 1808 hörten
die Privilegien (auch das Richteramt) der Kolonistengemeinde auf.