Geschichte

Im Jahr 1688 übergab der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg der deutsch-reformierten Gemeinde den Dom „zur ewigen Nutzung“. Nachdem auf das „Edikt von Potsdam“ (1685) hin auch verfolgte Hugenotten nach Halle gekommen waren, wurden sie in den Folgejahren eine beachtliche Minderheit in der Stadt mit eigenem Gymnasium und Altenheimen, mit Gottesdiensten in deutscher und französischer Sprache. Heute leben um die 250 Gemeindeglieder über die ganze Stadt und das Umland verteilt. Die Wege sind weit, aber viele nehmen sie gern auf sich, um in die Gemeinde zu kommen. Die Domgemeinde feiert ihre Gottesdienste im Sommer im Dom und im Winter im Gemeindehaus. Sie hält den Dom für Fremde und Touristen offen. Konzerte im Dom gehören zu kulturellen Leben der Stadt Halle. Auf dem Hof der Gemeinde befindet sich auch das Reformierte Convict, in dem Studierende der Theologie und anderer Fächer leben und arbeiten. Ein kleiner Chor sorgt für die musikalische Gestaltung und Bereicherung des Gemeindelebens. Die Domgemeinde hat enge Beziehungen zur Reformierten Gemeinde in Schlieren (Kanton Zürich). Das Archiv der Gemeinde reicht bis in ihre Anfänge zurück und bewahrt wertvolle Urkunden zur Gemeinde- und Stadtgeschichte auf. Die Domgemeinde möchte offen sein für alle, die den Kontakt suchen. Vor dem Hintergrund ihrer eigenen Flüchtlingsgeschichte möchte sie besonders Flüchtlinge, die ihre Heimat aufgrund ihres Glaubens verlassen mussten, herzlich willkommen heißen.