Hugenottenkabinett

 

 


Ankunft der Franzosen – ca.1691 in Burg

Hugenottenzeitschrift

 
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Hugenottenkabinett in Burg b.Magdeburg


Hugenottenkabinett

Eingang „Hugenottenkbinett“ , Bruchstr.24 , 39288  Burg

 

Im Zuge der Sanierung des Reformierten Pfarr- und Witwenhauses entstand im Jahr 2005 an originalem und zentralem Standort (Altstadtlage) eine Forschungs- und Kulturstation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, hugenottische Tradition zu erforschen, sie zu dokumentieren und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Burg als Kultur- und Wirtschaftszentrum des Landkreises Jerichower Land, mit Interesse an der strukturellen Entwicklung ihres Kulturraumes und der Pflege einer Städtepartnerschaft mit La Roche sur Yon, hat erfolgreich begonnen. Kooperationen mit örtlichen Trägern wie dem Heimatverein Burg, der Kreisvolkshochschule, der Lebenshilfe Burg e.V., den örtlichen Schulen sowie der Evangelischen Erwachsenenbildung in Sachsen-Anhalt tragen reiche Früchte.

Für alle Interessierten an Geschichte und Kultur nicht nur der Burger Hugenotten stehen – neben der Kirche St. Petri und dem Reformierten Friedhof – in den Räumen des Hugenottenkabinetts spezielle Filme, Bilder, Dokumente und Daten über Tradition, Herkunft und Verbleib der französischen und deutschen reformierten Refugies zur Verfügung. Familien mit hugenottischer Herkunft wie „Delorme“, „Girardet“ und andere nehmen diese Möglichkeiten reichlich in Anspruch.

Der Kustos, Herr Bernhard Thüne-Schoenborn, freut sich, dass es bei den Kontakten zu gegenseitigem Geben und Nehmen kommt. Er bietet ebenso Gruppenprogramme an mit Vortrag, Kirchenführung und Kaffeetrinken.

Ein weiteres Ziel verbindet die Kirchengemeinde mit ihrer Geschichtspflege: Die damaligen Glaubensflüchtlinge kamen vorwiegend aus dem damaligen Piemont (Oberitalien), aus Frankreich und der Schweiz, aus der Pfalz und aus Schwaben. Als AusländerInnen brachten sie unbekanntes Wissen und neuartige Technologien mit, was entscheidend zur Entwicklung des durch den 30-jährigen Krieg ausgeplünderten Landes beitrug.


Die Geschichte der Hugenotten:

Hugenotten ist die etwa seit 1560 gebräuchliche Bezeichnung für die französischen Protestanten im vorrevolutionären Frankreich. Ihr Glaube war stark vom Calvinismus, der Lehre Johannes Calvins, beeinflusst.

Ab 1530 wurde die Glaubensausübung der Protestanten durch den katholischen Klerus und den König stark unterdrückt. Daraufhin begannen noch stärkere Verfolgungen, die unter Ludwig XIV. durch sein Edikt von Fontainebleau ab 1685 einen Höhepunkt erreichten und eine Fluchtwelle von etwa einer Viertelmillion Hugenotten in die protestantisch dominierten Gebiete in Europa und Übersee auslösten sowie kriegerische Auseinandersetzungen, auch als Hugenottenkriege bekannt, initiierten.

Andererseits kam es auch von einigen Vertretern auf protestantischer Seite zu Gewalttätigkeiten und Ausschreitungen: so wurden katholische Kirchen und Klöster von aufgebrachten Anhängern des Calvinismus zerstört oder geplündert, unter anderem die Kathedrale von Soissons im Jahr 1567 und das Kloster Cîteaux 1589.

Nach dem Ende der Verfolgung und dem Inkrafttreten der französischen Verfassung 1791 setzte sich immer mehr die Bezeichnung Protestanten durch, so dass die Bezeichnung „Hugenotten“ also nur für die calvinistischen Gläubigen zur Zeit ihrer Verfolgung in Frankreich gilt.

Die französischen Protestanten bilden im vorwiegend katholischen Frankreich heute eine Minderheit, die in der Reformierten Kirche von Frankreich organisiert ist.

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Bernhard Thüne-Schoenborn

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Leiter Hogenottenkabinett :

Herr Bernhard Thüne-Schoenborn 

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Anschrift :

Bruchstr.24

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Telefon: (03921) 2293
Handy: (0151) 50203668

E-Mail: hugenottenkabinett@t-online.de
Homepage: www.hugenottenkabinett.de

Öffnungszeiten:
Mittwoch
16-17 Uhr
sowie nach Vereinbarung