Burg


“ Kinderclub – International “ in der St.-Petrigemeinde Burg


Leiter:Fabian Borghardt

„Kinderferienwoche “ – im Kinderclub ( 04.07-08.20016)

Kinderclub-International der Petrigemeinde Burg

Treffpunkt im Gemeindehaus der St.-Petrigemeinde Burg:Donnerstag von 15.00 Uhr-18.00 Uhr (außer bei Schulferien)


Rückblick :

2005 / 2007

Magdeburg, 27.11.2013/APD  

APDDer “Kinderclub International” der Evangelisch-reformierten Petrigemeinde Burg bei Magdeburg wurde mit dem Integrationspreis des Landes Sachsen-Anhalt in der Kategorie “Vielfalt lernen von Anfang an” ausgezeichnet. Der Kinderclub ist ein interkulturelles, pädagogisches Freizeitangebot, das sich an Kinder aus Flüchtlingsfamilien und aus einheimischen sozial schwachen Familien richtet. Er bietet einen geschützten Raum zur Begegnung und einen Anstoß zur Entwicklung von Akzeptanz und Toleranz.

Norbert Bischoff (SPD), Minister für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt, betonte in seiner Laudatio, dass frühzeitiges, interkulturelles Lernen Vorurteilen entgegenwirke. Das Projekt sei ein Beispiel für gelebte Vielfalt und gelungene Integration, was sich auch in der Interkulturalität der pädagogischen Mitarbeiter des Kinderclubs zeige, so Minister Bischoff. Er überreichte einen Scheck über 1.000 Euro für die Arbeit der Einrichtung. Seit 2010 ist eine syrische Erzieherin Mitarbeiterin des Projekts. Mit ihr trat erstmals eine Muslima in den Dienst einer Gemeinde der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

“Ich habe es immer sehr genossen, dass wir ein interkulturelles und interreligiöses Team sind”, unterstrich Jana Kaufmann-Päschel, langjährige Projektleiterin des “Kinderclubs International”. “Toleranz in einer besonderen Tiefe war dann zu erfahren, wenn es gemeinsame spirituelle Momente gab”, berichtete sie.

Der 7tageKinderclub wurde 2005 von Angehörigen der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg als “Bunte Brücke” unter dem Dach der Adventjugend gegründet und richtete sich an Bewohner einer Asylbewerberunterkunft. 2007 ging der Kinderclub in die Trägerschaft der Evangelisch-reformierten Petrigemeinde Burg über und wurde als Modellprojekt im Rahmen des Programms “Vielfalt tut gut” der Bundesregierung gefördert. Von 2010 bis 2013 wurde das Projekt aus Mitteln der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und des Kirchenkreises Elbe-Fläming finanziert. Landesbischöfin Ilse Junkermann zeichnete 2010 den Kinderclub mit dem Förderpreis “Engagement für Flüchtlinge” der Landeskirche aus.

Der Landesintegrationspreis wurde in weiteren Kategorien an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, an das “Wernigeröder Interkulturelle Netzwerk” und an ein Begegnungscafé der evangelischen Hoffnungsgemeinde in Magdeburg vergeben


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Szenen wie diese sind Alltag im Kinderclub International. „Das Projekt hilft, soziale Ungleichheiten und vor allem Vorurteile abzubauen“, sagt Fabian Borghardt, der sich in Burg auch in vielen anderen Integrationsprojekten engagiert. Nirgends aber geht es so spielerisch leicht zu wie im Kinderclub. „Es ist erstaunlich. Manchmal kommen Kinder, die kein Wort Deutsch sprechen. Im Zusammenspiel mit den anderen sind aber bereits nach vier Wochen erste Fortschritte zu sehen“, so der Gruppenleiter.aktion-zusammenspiel-burg-3,property=bild,bereich=bmfsfj,sprache=de

Der Kinderclub findet einmal in der Woche in der evangelisch-reformierten Petrigemeinde statt. Die Gemeinde hat ebenfalls eine Zuwanderungsgeschichte, wurde von Hugenotten gegründet, die im 17. Jahrhundert aus Frankreich vertrieben wurden. „Wir können uns also gut mit der Thematik identifizieren und  wollen unbedingt für Vertriebene und Geflüchtete da sein und ihnen einen Raum bieten“, sagt Ursula Patté von der Gemeindeleitung.

Auch Mohammed Al Khedr hat im Kinderclub International ein Stück Heimat gefunden. Der 29-jährige Syrer ist vor neun Monaten nach Deutschland gekommen. Mittlerweile lebt er in einer Wohnung in Burg, kommt jede Woche in die Petrigemeinde und hilft beim Übersetzten insbesondere für die syrischen Kinder. Er hilft mit. Und spielt mit. Heute mit Rahmen und Yumen, zwei kleinen Mädchen aus Syrien, die seit fünf Monaten in Deutschland sind. bfj.4

Ein Anlaufpunkt für alle

Viele Kinder sitzen am Tisch und essen gemeinsam

Vergrößerte Ansicht des Bildes Bildnachweis: BMFSFJ

Ein einfaches Rezept für spielend leichte Integration: Gemeinsam kochen und essen

In Burg leben rund 1000 Geflüchtete, jed


 

Scheckübergabe in Höhe von 1000.-Euro an den Kinderclub-International



Offene Hugenottenkirche

15. Oktober 2010 von redaktionguh  
Abgelegt unter Sachsen-Anhalt (Archiv)

 
Reformierte Gemeinde in Burg leistet mit dem »Kinderclub International« einen Beitrag zur Integration.
 

Es ist kurz vor 15 Uhr. Nach und nach trudeln die Kinder in der Bruchstraße in Burg ein. Lautstark begrüßen sich die Jungen, während die Mädchen zielgerichtet auf das Bastelangebot zusteuern. An diesem Donnerstag werden passend zum Erntedankfest Kugeln als Äpfel bemalt. Die sechs- bis zwölfjährigen Besucher haben ihre Wurzeln unter anderem im Irak, in Syrien, der Türkei, China oder dem Kosovo.

Amin (7) und Hamrasch (10) aus dem Irak, Fidan (12) aus dem Kosovo und Sergio (11) aus Portugal treffen sich regelmäßig im Kinderclub – und haben denselben Blödsinn im Kopf wie andere Jungen in ihrem Alter. (Foto: Martin Hanusch)

Für sie ist der »Kinderclub International« eine willkommene Abwechslung im Alltag. Er komme hierher, weil es sonst langweilig sei, erzählt der elfjährige Sergio, dessen Eltern aus Portugal stammen. Am liebsten spielt er mit seinen Freunden Hamrasch und Fidan Tischkicker oder Fußball.

Einmal in der Woche treffen sie sich dazu im Begegnungszentrum Hugenottenkirche der reformierten Gemeinde in Burg. »Die Kinder«, sagt Jana Kaufmann, Leiterin der Einrichtung, »sollen bei uns auf spielerische Weise den Umgang miteinander lernen.« Jede Woche kommen 20 bis 25 Mädchen und Jungen in die Gemeinderäume. Etwa 50 bis 60 Prozent stammen aus Familien mit Migra­tionshintergrund.

»Bei den deutschen Kindern ist es präventive Arbeit gegen rechte Einflüsse«, meint die 28-jährige Sozialpädagogin. Wichtig sei es deshalb, einen geschützten Raum und Begegnungsmöglichkeiten zu bieten.

Die reformierte Gemeinde scheint dafür selbst die besten Voraussetzungen mitzubringen. Schließlich geht sie auf Glaubensflüchtlinge zurück, die Ende des 17. Jahrhunderts aus Frankreich vom Großen Kurfürsten nach Brandenburg geholt worden waren. Noch heute ­erinnert das Hugenottenkabinett im Pfarrhaus an die Geschichte der Flüchtlinge. »Dieses Erbe«, meint die Leiterin, »spielt natürlich auch bei uns eine Rolle.«

Andere Kultur kennenlernen

Begonnen hat die Arbeit bereits 2005. Zwei Jahre später sei über das Bundesprogramm »Vielfalt tut gut« eine Mitarbeiterstelle geschaffen worden, berichtet Jana Kaufmann weiter. Konzipiert ist der Kinderclub als offenes Angebot mit interreligiösem Anspruch. »Hier wollen wir die Möglichkeit schaffen, dass sich Kinder aus ­anderen Kulturen kennenlernen«, erläutert sie.

Unterstützt wird sie dabei seit acht Monaten durch eine aus Syrien stammende Pädagogin. »Ich liebe es, mit Kindern zu arbeiten«, sagt Fatima Homad. Die 40-jährige Grundschulpädagogin hat nach der Geburt ihrer drei Kinder zunächst als Kindergärtnerin in ihrer Heimat gearbeitet. Heute ist sie froh, als Muslima auf Basis einer geringfügigen Beschäftigung in einer christlichen Einrichtung untergekommen zu sein.

Es sei von Anfang an Ziel gewesen, eine Mitarbeiterin mit Migrationshintergrund zu gewinnen, erklärt die ­Leiterin. Schließlich gehe es zunächst darum, erst einmal Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen herzustellen. Durch die Ansprechpartnerin aus Syrien sei es einfacher, die Kinder zu erreichen, ist Jana Kaufmann überzeugt. Fatima Homad ihrerseits zeigt sich dankbar, dass sie »endlich wieder etwas tun kann«. Besonderen Spaß macht es ihr, gemeinsam mit den Kindern zu basteln und zu kochen. Heute ist sie gerade dabei, türkische Pizza vorzubereiten.

Aber der Kinderclub ist beileibe nicht das einzige Angebot, das die reformierte Gemeinde im Begegnungszentrum Hugenottenkirche unterhält. Außerdem gibt es eine Mädchengruppe. Und einmal im Monat treffen sich die Erwachsenen zu einem Elternfrühstück. »Unser Traum ist es, darüber hinaus noch eine Jugendgruppe zu schaffen«, erklärt die Leiterin. In allen diesen Angeboten sieht sie letztlich auch einen Beitrag zur Integration. »Damit«, sagt Jana Kaufmann, »wollen wir den Kindern den Zugang zur deutschen Gesellschaft ­erleichtern.«

Martin Hanusch

 

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