Rückblick auf das WahlerMUTigungsfest in St. Petri

Am 1. August war das Gelände von St. Petri Gastgeber des WahlerMUTigungsfestes des Burger Bündnisses gegen Rechts – für Toleranz und Menschlichkeit. Unter dem Motto „informieren. begegnen. wählen.“ kamen schätzungsweise 250 bis 300 Menschen zusammen, um wenige Wochen vor der Landtagswahl ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu setzen.
Zahlreiche Vereine, Initiativen, demokratische Parteien und Organisationen luden an ihren Informationsständen zum Gespräch ein. Musik, Kabarett, Spielangebote für Kinder und das gemeinsame Miteinander sorgten für eine offene und herzliche Atmosphäre. Das Fest war geprägt von friedlichen Begegnungen und vielen guten Gesprächen. Besonders erfreulich war die spürbare Vernetzung derjenigen, denen unsere demokratische Gesellschaft am Herzen liegt.
Ein bleibendes Zeichen des Tages ist die bunt gestaltete Kirchenmauer, an der sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher im Rahmen einer Graffiti-Mitmachaktion kreativ beteiligten.
Ein bewegender Höhepunkt war das Gespräch mit der afghanischen Frauenrechtlerin Julia Parsi, die sich in ihrer Heimat mutig für die Rechte und Bildung von Mädchen und Frauen eingesetzt hat, von den Taliban verfolgt, inhaftiert und gefoltert wurde und 2023 fliehen musste. Zurzeit lebt sie im Kirchenasyl in St. Petri. Ihre eindrucksvollen Schilderungen machten deutlich, dass Demokratie, Freiheit und Menschenrechte keine Selbstverständlichkeit sind, sondern immer wieder neu geschützt und verteidigt werden müssen.
Das WahlerMUTigungsfest hat viele Menschen ermutigt und gezeigt, wie wichtig Orte der Begegnung und des Austauschs für ein lebendiges demokratisches Miteinander sind. Allen, die zum Gelingen dieses besonderen Tages beigetragen haben – sei es bei der Organisation, mit Musik, Gesprächen, Kuchenspenden oder praktischer Unterstützung –, gilt ein herzlicher Dank.